Trinkflaschen ohne Plastik: Das solltest du wissen [Ratgeber 2022]

Lange Zeit galt Plastik als extrem vielseitig und günstig. Während die Vorteile auf der Hand liegen, ist ein zunehmendes Umweltbewusstsein zu erkennen. Kunststoffe besitzen nämlich auch Nachteile. Sie können der Umwelt und unserer Gesundheit schaden. Um dem entgegenzuwirken, kannst du in deinem eigenen Haushalt beginnen. Für viele machen Trinkflaschen ohne Plastik den Anfang.

Wir erklären, warum dies so wichtig ist und worauf es zu achten gilt. Inklusive einiger Empfehlungen, damit du schnellstmöglich umsteigen kannst.

Trinkflasche ohne Plastik wird am Strand in der Hand gehalten
Alles was du über Trinkflaschen ohne Plastik wissen solltest erfährst Du in unserem Ratgeber | © nito – stock.adobe.com

6 gute Gründe für eine Trinkflasche ohne Plastik

Geruch / Geschmack: Du kannst Plastikflaschen so intensiv reinigen wie nur irgendwie möglich. Dennoch werden sie mit der Zeit unangenehme Gerüche annehmen. Spätestens dann werden sie entsorgt und das schadet deinem Geldbeutel sowie dem nachhaltigen Gedanken. Vorher kann es schon passieren, dass du eine Geschmacksveränderung feststellst.

BPA / BPS: Die gefürchteten Weichmacher sind in aller Munde. Buchstäblich und wortwörtlich, denn sie können unsere Gesundheit negativ beeinflussen. BPA und BPS stehen im Verdacht unseren Hormonhaushalt auf den Kopf zu stellen. Sie entweichen mit der Zeit aus dem Material und gehen ins Trinken über.

Geringe Isolation: Kunststoff eignet sich nicht wirklich zum Warmhalten von Getränken. Selbst ein doppelwandiger Aufbau, wie es bei Edelstahl und Glas möglich ist, verändert nicht viel. Plastik kann Wärme bzw. Kälte von Natur aus nur sehr kurzfristig von der Umgebung isolieren.

Langfristig Geld sparen: Noch ein Grund, um auf Trinkflaschen ohne Kunststoff zu wechseln. In der Anschaffung mögen sie günstig sein. Da jedoch ihr Austausch immer wieder notwendig wird, geht das langfristig richtig ins Geld. Eine gute gepflegte Alternative (siehe unten) kann Jahrzehnte überdauern.

Nicht nachhaltig genug: Wir lesen immer wieder davon und sehen die „Müll-Teppiche“ auf Bildern, wie sie über unsere Ozeane schwimmen. Selbst wenn dem nicht so wäre, wird für die Herstellung von Plastikflaschen immer noch deutlich mehr Energie aufgewendet. Da hilft auch das oftmals propagierte Recycling nicht viel. Denn dafür wird ebenfalls wieder Strom benötigt. Ganz zu schweigen von der Logistik. Regelmäßig neu gekaufte Flaschen aus Plastik bedeuten nämlich, dass die LKWs öfter über unsere Straßen rollen müssen.

Besseres Design gewünscht: Plastik lässt sich zwar beliebig einfärben und mit Schriftzüge oder Logos bedrucken, doch die Qualität lässt schnell nach. Durch Wärmeeinwirkung und Sonneneinstrahlung geht die intensive Farbe relativ schnell verloren. Das liegt am Material und dem kann nur bedingt entgegengewirkt werden.


Die besten Alternativen für Plastikflaschen

Genug der negativen Gedanken. Du hast nun erkannt, dass Trinkflaschen ohne Plastik den Vorzug erhalten sollten. Stellt sich nur noch die Frage, was da für dich in Frage kommt? In unserem Shop vertreiben wir drei interessante Materialien, welche du fortan als Trinkflasche nutzen kannst.

Glas-Trinkflaschen

Die erste Möglichkeit, um auf plastikfreie Trinkflaschen umzusteigen. Glas ist ein echter Klassiker und Hingucker zugleich. Lange Zeit war es wegen seiner Bruchgefahr verpönt. Doch moderne Mixturen, angemessene Materialstärken und verstärkte Böden, lassen Glas deutlich robuster werden. Falls dir das nicht genügt, kannst du ihr noch eine Schutzhülle aus Nylon oder Silikon überziehen.

Insbesondere Borosilikatglas ist zu empfehlen. Es hält hoher Hitze und starken Temperaturschwankungen sehr gut stand. Außerdem erweist es sich als widerstandfähig gegenüber Reinigungsmitteln und Chemikalien aller Art. Auf diese Weise behält es seinen strahlenden Glanz sehr lange.

Glas-Trinkflaschen verändern den Geschmack nicht und sind frei von BPA, BPS etc.

Edelstahl-Flaschen

Während Glas daheim und im Büro eine gute Figur macht, möchtest du für sportliche Aktivitäten womöglich mehr Sicherheit genießen. Genau dafür sind Trinkflaschen aus Edelstahl perfekt. Das widerstandsfähige Metall verkraftet Stürze, ohne dabei zu zerbrechen. Mit einem Sportverschluss ausgestattet, kannst du einhändig das Trinken öffnen und wieder schließen.

Die meisten Edelstahlflaschen sind in einem Farbton gehalten. Ebenso sind Aufdrucke mit Logos und Schriftzügen möglich. Bei entsprechender Fürsorge, kaufst du eine solche Flasche einmal und nutzt sie für den Rest deines Lebens.

In punkto Isolation gibt es außerdem keine bessere Lösung. Einfacher Edelstahl ist bereits sehr gut wärmeleitfähig. Ein doppelwandiger Aufbau mit Luftschicht dazwischen, verstärkt den Effekt. Auf diese Weise können deine Getränke bis zu 24 Stunden warm bzw. kühl bleiben. Somit schaffst du Sommer wie Winter die idealen Bedingungen für deine Flüssigkeitszufuhr.

Aluminium-Trinkflaschen

Aluminium glänzt durch sein geringes Gewicht und eine relative Bruchsicherheit. Es kann zudem nicht rosten und eignet sich somit für leichte Sporttrinkflaschen. Du musst lediglich darauf achten, dass Aluminium schnell verbeult. Weshalb viele Sportler und Outdoor-Freunde dann doch lieber Edelstahl bevorzugen.

Ansonsten gelten dieselben Vorteile. Der Geschmack verändert sich nicht und die einfache Reinigung vermeidet unangenehme Gerüche. Um BPA, BPS & Co musst du dir keine Sorgen machen.

Zusammenfassung

Unser Fazit: Die Zukunft gehört den plastikfreien Trinkflaschen

Lange bevor Plastik erfunden war und so rigoros zum Einsatz kam, gab es nur Trinkflaschen aus Glas und Metall. Leider verdrängte der Kunststoff dann diese Materialien. Obwohl ihre Vorteile doch so offensichtlich waren. Durch geschicktes Marketing und die zunehmende „Geiz ist geil“-Mentalität, gewannen Plastikflaschen dann die Oberhand.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute zählen unsere Gesundheit sowie der Umweltschutz deutlich mehr. Weshalb es immer mehr Trinkflaschen ohne Plastik zu kaufen gibt. Diese mögen zwar in der Anschaffung etwas kostenintensiver sein, doch auf lange Sicht sparst du mit ihnen sogar Geld ein.

Ob Edelstahl, Aluminium oder Glas: Es hängt von deinen persönlichen Vorlieben sowie dem Verwendungszweck ab. Bei entsprechender Qualität, fährst du mit all diesen Materialien sehr gut.

FAQ: Beliebte Fragen zu diesem Thema

Bis hierhin haben wir schon viele Infos gegeben, aber immer noch nicht alle Fragen rund um Trinkflaschen ohne Kunststoff beantwortet. Dies wird jetzt nachgeholt.

Dieser Suchbegriff ist mit unterschiedlichen Definitionen verbunden. Eine Edelstahlfläche gänzlich ohne Plastik wird schwer zu finden sein. Wenn sich Hersteller damit brüsten, ist damit meistens der Verzicht auf eine Beschichtung im Inneren der Trinkflasche gemeint. Somit trifft dein Getränk nur auf den blanken Edelstahl. Es kann aber auch bedeuten, dass im Deckel kein Kunststoff verwendet wird.
Gerade für Kinder werden Kunststoffflaschen bevorzugt angeschafft. Aus den oben genannten Gründen, solltest du jedoch auf plastikfreie Möglichkeiten umsteigen. Unser Nachwuchs behandelt seine Trinkflaschen nicht immer mit größter Fürsorge. Zumal der Bewegungsdrang gerne dazu führt, dass die Flasche mal auf den Boden fällt. Weshalb ein Modell aus Glas hier ausscheidet.

Auf der Suche nach einer Trinkflasche ohne Kunststoff für Kinder empfehlen wir dir deshalb Edelstahl. Er ist nahezu unzerstörbar und macht jedes Abenteuer mit. Zeitgleich entfallen deine Sorgen um Weichmacher und wie sie deinem Kind schaden könnten.
Unter diesem Suchbegriff wirst du nicht fündig. Da hilft es, wenn du nach einem allgemeinen Trinkflaschen Test suchst und dir die Ergebnisse genauer anschaust. So haben wir bspw. bei Ökotest diesen Bericht aus 2019 gefunden. Dort wurden zwölf sehr unterschiedliche Modelle geprüft und benotet. Viele davon schnitten mit „sehr gut“ ab. Von Stiftung Warentest wurden wie zu den österreichischen Kollegen von Konsument.at weitergeleitet. Dort ergab sich folgender Test mit elf Trinkflaschen namhafter Hersteller.
Dr. Johannes Christoph
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