BPS & BPA-frei: Was nicht in deine Trinkflasche gehört! [2022]

Kunstsoff-Trinkflaschen bestehen aus einer Vielzahl chemischer Verbindungen. Nicht alle davon sind so harmlos wie es uns manchmal suggeriert wird. Das Bewusstsein dafür ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Immerhin trinken wir täglich mehrere Liter und es soll möglichst unbelastet sein. In diesem Zusammenhang sind zwei Bezeichnungen sehr wertvoll geworden: BPA-frei & BPS-frei.

Im nachfolgenden Ratgeber gehen wir auf diese Bezeichnungen ein und was sie bedeuten.

bpa-frei Kennzeichnung auf Trinkflasche
Alles was Du über BPA- und BPS-freie Trinkflaschen wissen solltest erfährst Du in unserem Ratgeber | © mettus – stock.adobe.com

Bisphenol A (BPA)

Beginnen möchten wir mit der chemischen Verbindung Bisphenol A (kurz „BPA“). Das synthetische Produkt findet heute in Plastikflaschen, Spielzeug, Konservendosen und anderen Erzeugnisse seine Anwendung.

Auf Grundlage vom BPA lassen sich verschiedene Kunststoffe herstellen. Es kann sehr weitreichend verwendet werden und kostet vergleichsweise wenig. BPA spielt als Antioxidans in Weichmachern eine sehr große Rolle zur Produktion von Trinkflaschen.

Die Gefahren von BPA

Ganz unbedenklich ist die Verwendung jedoch nicht. Zwar haben viele Länder schon den Einsatz von BPA reguliert, aber dennoch ist die chemische Verbindung immer noch weitreichend einsetzbar.

Weshalb Sie als Konsument auf die Verwendung von BPA-freien Trinkflaschen zurückgreifen sollten. Die Weltgesundheitsorganisation sowie andere Fachgesellschaften, verwiesen bereits auf die „hormonähnliche Wirkung“ dieser Substanz.

In der Theorie geht es darum, dass BPA bzw. seine Weichmacher mit der Zeit ins Trinken abgegeben werden. Möglich wird dies durch den steten Kontakt mit Flüssigkeit und die Einwirkung durch Wärme. Womöglich fördern Säuren (bspw. in Fruchtsäften) ebenfalls das Herauslösen der Chemikalien.

Geringe Mengen BPA genügen bereits, um die Schilddrüsenfunktion zu beeinträchtigen. Sie kann ebenfalls zu Unfruchtbarkeit führen und Fettleibigkeit fördern. Die Liste der potentiellen Gefahren durch Bisphenol A ist lang!

Die Bedeutung BPA-freier Kunststoffe wächst somit zunehmend. Einige Forscher fordern schon länger, dass weniger bedenkliche Alternativen genutzt werden. Doch die meisten Gesetzgeber haben bislang nicht angemessen reagiert. Weshalb Sie selbst die Verantwortung übernehmen sollten.

Bisherige Studien deuten vor allem auf das Potential zur hormonellen Veränderung hin. Was im Klartext bedeutet: Männer und Frauen könnten durch BPA unfruchtbar werden.

Desweiteren wurden negative Auswirkungen auf das Erbgut, gewisse Enzyme sowie Transportproteine festgestellt.

In den meisten Fällen ist die Flasche dahingehend BPA-frei, dass Ihr Trinken zu keiner Zeit damit in Kontakt kommt. Idealer Weise verzichtet der Hersteller gänzlich auf Bisphenol A, um jegliches gesundheitliches Risiko ausschließen zu können.

Bisphenol S (BPS)

Auch hierbei handelt es sich um eine chemische Verbindung. Bisphenol S (BPS) wird in der Herstellung von Polykarbonaten, Epoxidharzen und zum Schutz vor Korrosion verwendet. Ferner ist es bei Thermopapier und Flammschutzmitteln bekannt. In Trinkflaschen kommt es dagegen seltener zum Einsatz.

Die Gefahren von BPS

Aus gesundheitlicher Sicht, sollte auf BPS in Trinkflaschen generell verzichtet werden. 2012 stufte es die EU als „endokrinen Disruptor“ ein. Sie werden umgangssprachlich als hormonaktive Substanzen bzw. Umwelthormone bezeichnet. Ihnen liegt nahe, den Hormonhaushalt zu stören und somit unsere Gesundheit zu schädigen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und andere Gesellschaften, betrachten endokrine Disruptoren als gefährlich an. Sie sollen unter anderem die Entstehung von Brust- und Prostatakrebs fördern. Zusammenhänge wurden außerdem bei Unfruchtbarkeit und anderen schwerwiegenden Erkrankungen ausgemacht. Ebenso können neurologische und psychische Schäden entstehen.

Bei sogenannten In-vitro-Tests konnte eine Reduzierung der Testosteronausschüttung festgestellt werden. Was in einem negativen Einfluss bei der Fortpflanzung münden kann.


BPS- & BPA-freie Flaschen: Unsere Empfehlungen

Die Schlussfolgerung lautet nun sehr simpel: In Zukunft auf Trinkflaschen mit BPA und BPS verzichten!

Bei immer mehr Kunststoffflaschen achten Hersteller bereits darauf und geben diese als BPA-frei bzw. BPS-frei an. Jedoch gelten Plastikflaschen aus ökologischer Sicht als unzumutbar. Wir vermüllen die Meere und gefährden damit uns selbst sowie die Umwelt.

Zum Glück gibt es zwei Materialien, welche in dieser Hinsicht absolut unbedenklich sind.

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Trinkflaschen aus Edelstahl & Glas

Sie wurden schon lange vor der Erfindung des Kunststoffs zur Herstellung von Trinkflaschen eingesetzt. Doch dann gerieten sie in Vergessenheit. Vermutlich wegen ihrer höheren Anschaffungskosten. Wobei Sie langfristig viel Geld sparen, wenn die Flaschen gut gepflegt werden.

Edelstahl-Trinkflaschen (👉 zum Ratgeber für Edelstahl-Trinkflaschen) besitzen eine sehr robuste Hülle. Sie eignen sich damit insbesondere für sportliche Aktivitäten. Zum Joggen, Fußball spielen, aber auch für Outdoor-Fans. Eine Trinkflasche aus Edelstahl erweist sich beim Campen, Trekking und Klettern als äußerst nützlich. Mit einem doppelwandigen Aufbau können Sie sogar Heißgetränke für bis zu 24 Stunden warm halten.

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Dem stehen die Glas-Trinkflaschen (👉 zum Glas-Trinkflaschen-Ratgeber) gegenüber. Die Gefahr der Zerbrechlichkeit ist hier kaum noch gegeben. Zum einen verwenden Hersteller sehr stabile Glasverbindungen. Zum anderen können Sie diese mit schützenden Hüllen aus Silikon und Nylon bestellen. Somit können zugleich unschöne Kratzer vermieden werden und die Haptik der Glasflaschen verbessert sich.

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Übrigens: Beim Kauf von Glas- und Edelstahl-Trinkflaschen profitieren Sie von weiteren Vorteilen. Ihre Getränke behalten stets ihren Geschmack. Die extrem glatten Oberflächen lassen sich einfach reinigen und sogar auskochen. Damit haben geruchsbildende Bakterien keine Chance!

Zusammenfassung

Unser Fazit: BPA- & BPS-frei muss sein!

Wir werden täglich mit einer Vielzahl von Chemikalien konfrontiert. Solange diese nicht in unseren Stoffwechsel gelangen, erweisen sie sich meist als harmlos. Kritisch ist dies bei Trinkflaschen zu beachten. Der Einfluss von Flüssigkeit, Sauerstoffe, Wärme, Frucht- oder Kohlensäure, kann unerwünschte Stoffe aus den Flaschen lösen.

Besonders gefährlich sind dabei BPA und BPS. Diese Verbindungen stehen im Verdacht unser Hormonsystem auf den Kopf zu stellen. Womöglich können sie sogar unser Erbgut verändern. Dafür sind nur geringe Mengen notwendig.

Um hier in Zukunft ganz sicher zu sein, empfehlen wir Ihnen auf Trinkflaschen aus Edelstahl und Glas umzusteigen.

Dr. Johannes Christoph
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